Tolle Aufholjagd wird am Ende nicht belohnt - Krimi in Hattingen

Am Ende reichte es leider gegen nicht wiederzuerkennende Hattinger Mädels nur zum Punktgewinn, wobei ein Sieg möglich war. Konnte man den damals schwachen Gegner im Hinspiel noch deutlich mit 3:0 besiegen, sah man bereits beim Einspielen, dass die Mannschaft sich auf einigen Positionen verändert/verstärkt hatte.  

 

Hattingen legte los wie die Feuerwehr und konnte den Schwung der letzten Spiele mitnehmen. Schwelm musste sich zunächst orientieren, fand schwer ins Spiel und musste direkt einem größerem Rückstand hinterherlaufen. Im letzten Satzdrittel waren die anfänglichen Schwächen kompensiert und es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Schwelm kämpfte sich Punkt um Punkt heran, dennoch verlor am denkbar knapp mit 25:23.

 

Mit guten Vorsätzen ging man in Satz zwei - und fiel gleich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Wenig Mut und fehlende Disziplin auf dem Feld sorgten schnell wieder für einen Rückstand. Im Gegensatz dazu feuerte Hattingen von allen Positionen seine Angriffe ab und wurde dafür -oftmals auch sehr glücklich mit zahlreichen Netzrollern- belohnt. Schwelm fand in diesem Satz kein Mittel und so ging er schnell mit 25:16 an Hattingen.

 

Wollte man den zweiten Tabellenplatz behalten, musste man spätestens jetzt in Satz 3 Gas geben. Und das gelang! Endlich funktionierten die Absprachen, man stand sich nicht mehr auf den Füßen und die Qualität der Dankebälle entsprach den Erwartungen des Trainers. Das wirkte sich direkt auf das Spiel aus. Und dabei spielte Hattingen keinesfalls schwächer! Schwelm drehte nun mächtig auf, allerdings merkte man, wie die Kräfte nachließen. Gut, dass man vollbesetzt angereist war und so Schlug die Stunde der Einwechselspieler. Mit frischer Energie konnten die entscheidenden Akzente gesetzt werden und dank einer großartigen Leistung zum Satzende wurde Satz drei entschieden.

 

Nun schien Hattingen gebrochen und müde. Schwelm zog ein dominantes und nahezu fehlerfreies Spiel auf und Hattingen sah sich nur noch in der Defensive. Anders als in den bisherigen Sätzen zeigten sie kaum Gegenwehr. Schwelm wurde immer selbstbewusster und v.a. die Aufschläge, in diesem Spiel bisher kaum eine Waffe, sorgten schon für große Gefahr. Souverän gewann Schwelm Satz vier und hatte damit bereits einen wichtigen Punkt im Kampf um den Aufstieg.

 

Damit wollte sich das Team jedoch nicht zufrieden geben und ging mit dieser Einstellung in den Entscheidungssatz. Leider hatte aber die Aufholjagd große Kraft gekostet und viele Spielerinnen mussten körperliche Abstriche machen. Das rächte sich, denn Hattingen bekam plötzlich die zweite Luft. Schnell führten sie mit 8:3 - dann jedoch kam der Seitenwechsel, der sich für Schwelm positiv auszahlte. Punkt um Punkt konnte man sich mit starken Angriffen und Blockaktionen erkämpfen. Leider ließ die Kraft nun merklich nach und man geriet erneut in Rückstand. Am Ende stand es 10:14 und es sah nicht mehr danach aus, als könnte Schwelm hier etwas reißen. Dann rotierte allerdings Jana N. (gekommen für die ausgepowerte Jana W.) nach vorne und brachte ihr Team mit 4 Punkten in Folge zurück ins Spiel, der nachfolgende Aufschlag führte ebenfalls zum Erfolg  15:14 - Matchball! Die Halle stand Kopf! Doch, wer auch immer die Geschichte des Spiels geschrieben hatte, ihm reichte die Dramatik nicht aus. Hattingen wehrte den Matchball ab und machte leider auch die beiden nächsten Punkte.

 

Am Ende natürlich ein ärgerlicher Ausgang in einem Spiel auf höherem Niveau. Dennoch: Mit zwei Siegen in den letzten beiden Spielen kann Schwelm den Relegationsplatz aus eigener Kraft sichern!

 

Es spielten: Jana, Jana, Vio, Greta, Jojo, Julie, Vale, Sophie, Kathi und Nini